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Hormone beeinflussen unser gesamtes Wohlbefinden – körperlich, mental und emotional. Vor allem drei Hormone spielen in der weiblichen Gesundheit eine zentrale Rolle: Östrogen, Progesteron und Testosteron. Dieses Trio wirkt fein abgestimmt zusammen – doch was passiert, wenn sich die Balance verändert?
Östrogen ist das dominierende Hormon in der ersten Zyklushälfte (Follikelphase). Es wird hauptsächlich in den Eierstöcken produziert und sorgt für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, beeinflusst aber auch weit mehr als nur die Fruchtbarkeit.
Wofür ist Östrogen verantwortlich?
Sinkt der Östrogenspiegel – wie in der Perimenopause oder nach der Menopause – kann es zu Hitzewallungen, vaginaler Trockenheit, Stimmungstiefs und Konzentrationsproblemen kommen.
„Da fast alle Zellen im Körper der Frau auf Hormone reagieren, spüren wir die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren oft überall im ganzen Körper.“
– Dr. Sheila de Liz, Gynäkologin und Autorin
Progesteron wird nach dem Eisprung vom Gelbkörper gebildet und dominiert die zweite Zyklushälfte (Lutealphase). Es sorgt für eine gesunde Einnistung der Eizelle, spielt aber auch in unserem Nervensystem eine wichtige Rolle.
Wofür ist Progesteron verantwortlich?
Ein früher Rückgang von Progesteron ist häufig eines der ersten Anzeichen der Perimenopause – oft spürbar durch:
„Progesteron wirkt wie ein natürliches Beruhigungsmittel – es fördert Schlaf und emotionale Stabilität.“
– Dr. Lara Briden, Autorin „The Period Repair Manual“
Viele denken bei Testosteron nur an Männer – aber auch Frauen produzieren es (in den Eierstöcken und Nebennieren). Es beeinflusst unsere Energie, Libido und Muskelkraft. Der Testosteronspiegel erreicht seinen Höhepunkt in den 20ern und nimmt dann kontinuierlich ab.
Wofür ist Testosteron verantwortlich?
Ein Mangel kann sich zeigen durch:
„Ein gesunder Testosteronspiegel ist wichtig für das allgemeine Wohlbefinden von Frauen – besonders mit zunehmendem Alter.“
– Endocrine Society Clinical Practice Guidelines, 2014
Diese drei Hormone sind keine Einzelkämpfer – sie wirken im Zusammenspiel. Gerät eines aus dem Gleichgewicht, beeinflusst es auch die anderen. Besonders in der Perimenopause kommt es zu starken Schwankungen: Progesteron sinkt zuerst, Östrogen folgt in Wellen, Testosteron bleibt oft zu niedrig.
Typische Folgen einer Dysbalance:
Wenn du deine Hormone verstehst, erkennst du, warum du dich manchmal „anders“ fühlst – und kannst bewusster mit deinem Körper umgehen. Hormone sind keine Feinde, sondern Botschafterinnen deines Körpers. Du musst sie nicht kontrollieren, aber du kannst lernen, mit ihnen zu leben – in Balance.
Quellen:
North American Menopause Society (NAMS)